Bio-Baumwolle ist in vielerlei Hinsicht besser als konventionelle Baumwolle. 1. Geringerer Wasserverbrauch Erstens enthalten die Böden aufgrund der im Bio-Anbau üblichen Fruchtfolge (wechselnde Pflanzen) mehr organische Substanz und können mehr Wasser speichern und zweitens wird auf Bio-Feldern zur Bewässerung häufig Regenwasser aufgefangen und verwendet. Eine Studie aus dem Jahr 2014 kam zum Schluss, das der Wasserverbrauch bei der Produktion von Bio-Baumwolle 91 Prozent geringer ist als bei konventioneller. 2. Im Bio-Anbau sind gentechnisch veränderte Pflanzen verboten Ob die Verwendung genmanipulierter Baumwolle die Erträge tatsächlich steigert oder nicht, ist umstritten – klar ist jedoch, dass die Nutzung genetisch veränderter Pflanzen immer mit Risiken einher geht: Vom Verlust der genetischen Vielfalt über die unkontrollierbare Ausbreitung und die Bildung von Resistenzen bis zu Abhängigkeiten der Farmer von den Saatgut- und Pestizidherstellern. 3. Bio-Baumwolle braucht keine chemischen Pestizide Der Baumwollanbau ist für 10 bis 20 Prozent des weltweiten Pestizideinsatzes verantwortlich. Der enorm hohe Pestizideinsatz gefährdet die Biodiversität und vergiftet die Böden – und auch in den fertigen Textilien kann man die Pestizide noch finden.